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The New Cambridge Medieval History (NCMH) ist ein bedeutendes mediävistisches Handbuch, das von der Cambridge University Press (CUP) verlegt wird. Die NCMH, die sieben Bände in acht Teilbänden umfasst, ersetzt wenigstens teilweise die alte Cambridge Medieval History, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erschienen ist
Das Handbuch der deutschen Geschichte wird nach seinem Gründungsherausgeber Bruno Gebhardt auch „der Gebhardt“ genannt. 1891 begonnen, erscheint mittlerweile (seit 2001) die 10., völlig neue Auflage. Das anspruchsvolle Handbuch ist mit Einschränkungen auch für historische Laien verständlich; es richtet sich nicht zuletzt an Studierende der Geschichtswissenschaft für eine erste fachliche Orientierung
Michael Borgolte legte im Juni 1967 das Abitur in Braunschweig ab. Er studierte seit dem Sommersemester 1969 Geschichte, Germanistik und Philosophie in Münster, wo er im November 1973 das Erste Staatsexamen ablegte. Bei Karl Schmid wurde er 1975 mit einer Untersuchung über den Gesandtenaustausch der Karolinger mit den Abbasiden und mit den Patriarchen von Jerusalem zum Dr. phil. promoviert. Von 1975 bis 1984 war er wissenschaftlicher Assistent von Johanne Autenrieth am Seminar für Lateinische Philologie des Mittelalters an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Dort erfolgte 1981 die Habilitation mit einer personen- und verfassungsgeschichtlichen Arbeit zu den Grafen Alemanniens in merowingischer und karolingischer Zeit. Anschließend hatte Borgolte im Wintersemester 1981/82 die Vertretung einer Professur für Historische Hilfswissenschaften und Bayerische Landesgeschichte an der Universität Bamberg inne. Im Sommersemester 1984 übernahm er eine Gastdozentur an der Universität Basel. Borgolte war 1984/85 und erneut 1990/91 Vertretungsprofessor für Mittelalterliche Geschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im November 1987 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Im Rahmen eines Heisenbergstipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Jahr 1984 entstanden die beiden Monographien Petrusnachfolge und Kaiserimitation. Die Grablegen der Päpste, ihre Genese und Traditionsbildung (1989) und Die mittelalterliche Kirche (1992). Im Jahre 1991 erfolgte im Rahmen der Neustrukturierung der Universität nach der Wende und Wiedervereinigung Borgoltes Berufung auf den Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin
Hermann Jakobs legte 1951 das Abitur in Münster ab. Er studierte die Fächer Geschichte, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Marburg, Göttingen, Stuttgart und Köln. Im Jahr 1956 wurde er in Köln bei Theodor Schieffer mit der Arbeit Die Hirsauer. Ihre Ausbreitung und Rechtsstellung im Zeitalter des Investiturstreites promoviert. In Köln erfolgte 1966 mit dem Thema Der Adel in der Klosterreform von St. Blasien auch seine Habilitation. Jakobs lehrte zunächst in Köln, und seit 1975 war er Professor an der Universität Heidelberg, wo er bis zu seiner Emeritierung zum Ende des Wintersemesters 1994/95 Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften lehrte. Dort war er auch Direktor des Instituts für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde. Jakobs betreute 13 Dissertationen und zwei Habilitationen.[1] Zu seinen akademischen Schülern zählen u.a. Rolf Hammel-Kiesow, Armin Kohnle, Folker Reichert und Armin Wolf. In der akademischen Selbstverwaltung war Jakobs zweimal (1977/78 und 1989/90) als Dekan der Philosophischen Fakultät tätig
Der Sohn des Historikers Theodor Schieffer besuchte von 1953 bis 1966 Schulen in Mainz und Bad Godesberg. Das Abitur legte er 1966 am Aloisiuskolleg in Bad Godesberg ab. Er studierte von Sommersemester 1966 bis Sommersemester 1971 Geschichte und Latein an den Universitäten Bonn und Marburg. Nach der ersten Staatsprüfung 1971 in Bonn für das höhere Lehramt wurde er dort 1975 bei Eugen Ewig über Die Entstehung von Domkapiteln in Deutschland promoviert. Von 1971 bis 1975 war er wissenschaftlicher Angestellter im DFG-Projekt „Spätantike Reichskonzilien“ bei Johannes Straub in Bonn. Von 1975 bis 1980 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Monumenta Germaniae Historica (MGH). Von 1976 bis 1979 war Schieffer Lehrbeauftragter für Historische Hilfswissenschaften an der Universität Regensburg. Im Jahr 1979 erfolgte dort seine Habilitation über Die Entstehung des päpstlichen Investiturverbots für den deutschen König. Ab 1980 war er Professor für Mittelalterliche und Neuere Geschichte an der Universität Bonn, bevor er 1994 an die Ludwig-Maximilians-Universität in München ging und die Leitung der MGH übernahm
Bernhard Schimmelpfennig (* 14. Juni 1938 in Berlin) ist ein deutscher Historiker. Bernhard Schimmelpfennig studierte seit 1957 Geschichte, Deutsche Sprache und Literatur und Altamerikanistik an der Freien Universität Berlin (FU). Dort wurde er 1964 bei Wilhelm Berges mit der Dissertation Bamberg im Mittelalter. Siedelgebiete und Bevölkerung bis 1370 zum Dr. phil. promoviert. Von 1966 bis 1971 war er wissenschaftlicher Assistent und Assistenzprofessor am Friedrich-Meinecke-Institut. 1971 erfolgte an der FU Berlin die Habilitation. Schimmelpfennig lehrte seit 1982 als Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Augsburg. 1994 war er Visiting Scholar am Getty Research Institute. 2003 wurde er pensioniert. Schimmelpfennig gilt als Experte für die Geschichte des Papsttums bis zum Ende des Mittelalters
In der historischen Forschung wird als Völkerwanderung im engeren Sinne die Wanderbewegung vor allem germanischer Gruppen in Mittel- und Südeuropa im Zeitraum vom Einbruch der Hunnen nach Europa circa 375/376 bis zum Einfall der Langobarden in Italien 568 bezeichnet.[1] Die Völkerwanderungszeit fällt in die Spätantike und bildet für die Geschichte des nördlichen Mittelmeerraums sowie West- und Mitteleuropas ein Bindeglied zwischen der klassischen Antike und dem europäischen Frühmittelalter, da man sie beiden Epochen zurechnen kann
Als Hochrenaissance bezeichnet man die zweite Phase der Renaissance in der Zeit von etwa 1500 bis 1530 in Italien und 1555 bis 1590 in den deutschen Staaten. Die Kunstmeister dieser Periode strebten nach höchster künstlerischer Vollkommenheit und Harmonie: Leonardo da Vinci, Michelangelo und Tizian beherrschten meisterhaft die Darstellung des menschlichen Körpers, Raffael die problemlose Handhabung der räumlichen Perspektive, Tizian und Leonardo da Vinci schufen zudem virtuose Farbeinsätze. Ihr Vorbild der klassischen Antike galt den Zeitgenossen der Hochrenaissance durch die Werke ihrer gepriesenen Meister nicht nur als beherrscht, sondern als übertroffen. Gleiches sahen sie in der vorbildhaften Architektur Bramantes und Michelangelos sowie in der Literatur eines Castiglione, Machiavelli oder Ariosto
Französisch bzw. die französische Sprache (frz. (le) français [(lə) fʁɑ̃ˈsɛ], (la) langue française [(la) lɑ̃ɡ fʁɑ̃ˈsεz]) gehört zu der romanischen Gruppe des italischen Zweigs der indogermanischen Sprachen. Damit ist diese Sprache unter anderem mit dem Italienischen, Rätoromanischen, Spanischen, Katalanischen, Portugiesischen und Rumänischen näher verwandt
Die Klassische Philologie (veraltet auch Altphilologie) ist die Philologie, die sich mit den beiden (als „klassisch“ betrachteten) Sprachen Latein und Altgriechisch sowie den literarischen Zeugnissen der griechischen und römischen Antike beschäftigt. Sie kann unterteilt werden in Gräzistik (Altgriechische Philologie) und Latinistik (Lateinische Philologie)
Goldene Latinität ist eine in der Klassischen Philologie noch heute gelegentlich verwendete Bezeichnung für die Literaturepoche des Zeitraums von ca. 60 v. Chr. bis 40 n. Chr., in der die römische Dichtung und Prosa, wie man lange annahm, sowohl inhaltlich als auch sprachlich und formal die Stufe ihrer höchsten Vollendung erreicht habe. Zu den Autoren dieser Epoche zählen u. a. Cicero, Caesar, Sallust, Livius sowie Vergil und Horaz