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Als Spätlatein bezeichnet man die Periode in der Entwicklung der lateinischen Sprache, die im 2. Jahrhundert einsetzte und ungefähr bis zum Ende der Antike dauerte. Abgegrenzt wird das Spätlatein einerseits vom klassischen Latein der vorangehenden Epoche, andererseits vom mittelalterlichen Mittellatein. Die Übergänge zwischen den Epochen sind fließend und erstrecken sich über längere Zeiträume
Unter dem Begriff Mittellatein werden die vielfältigen Formen der lateinischen Sprache des europäischen Mittelalters (etwa 6. bis 15. Jahrhundert) zusammengefasst. Eine genaue Abgrenzung einerseits zum vorausgehenden Spätlatein (Latein der Spätantike) und andererseits zum in der Renaissance aufkommenden Neulatein der Humanisten ist nicht möglich
Der Klerus (altertümlich auch Klerisei, Clerisei) ist die Gesamtheit der Angehörigen des geistlichen Standes (Kleriker). Das Wort stammt von griechisch κλῆρος kleros „Los, Anteil, Erbteil“ und wurde lateinisch zu clerus; es entspricht dem mittellateinischen clericia und dem mittelhochdeutschen pfafheit. Das entsprechende Adjektiv lautet klerikal
Frühmittelalter oder frühes Mittelalter ist eine moderne Bezeichnung für den ersten der drei großen Abschnitte des Mittelalters, bezogen auf Europa und den Mittelmeerraum für die Zeit von ca. 500 bis 1050. Dem Frühmittelalter voran geht die Spätantike (ca. 300 bis 600), die bereits eine Transformationszeit darstellt und sich teils mit dem beginnenden Frühmittelalter überschneidet. Die beiden auf das Frühmittelalter folgenden Zeitabschnitte sind das Hoch- und das Spätmittelalter
Antike (von lateinisch antiquus „alt, altertümlich, altehrwürdig“) bezeichnet eine Epoche im Mittelmeerraum, die etwa von 800 v. Chr. bis ca. 600 n. Chr. reicht, wobei der Beginn teilweise noch deutlich früher angesetzt wird. Die Antike unterscheidet sich von vorhergehenden und nachfolgenden Epochen durch gemeinsame und durchgängige kulturelle Traditionen. Sie umfasst die Geschichte des antiken Griechenlands, des Hellenismus und des Römischen Reichs. Insbesondere das Römische Reich vereinte den Mittelmeerraum seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. politisch und kulturell
Bevölkerungsentwicklung beschreibt die Entwicklung der Zahl der Menschen (Einwohner) auf einer bestimmten Fläche. Sie ergibt sich zum einen aus der Differenz zwischen Geburtenrate und Sterberate (natürliche Bevölkerungsentwicklung). Hinzu kommt der Migrationssaldo. Dieser ergibt sich aus der Differenz zwischen Zu- und Abwanderungen über die Gebietsgrenze hinweg. Je nach dem Vorzeichen des Gesamtsaldos spricht man von Bevölkerungswachstum oder Bevölkerungsrückgang. Die Bevölkerungsentwicklung ist eines der zentralen Untersuchungsgebiete der Demografie
Lesen im engeren Sinn bedeutet, schriftlich niedergelegte, sprachlich formulierte Gedanken aufzunehmen und zu verstehen. Das Lesen eines Textes ist ein durch Übung und Kenntnisse des Lesers bestimmter heuristischer kognitiver Vorgang
Schreiben (von althochdeutsch scriban, aus lat.: scribere mit dem Griffel auf einer Tafel einritzen) bezeichnet das Aufzeichnen von Schriftzeichen, Buchstaben, Ziffern oder musikalischen Noten. Sein Gegenstück ist das Lesen, der Prozess, schriftlich niedergelegte Informationen und Ideen aufzunehmen und zu verstehen. Das Schreiben ist eine elementare Kulturtechnik und gehört zu den Grundfertigkeiten. Die Geschichte des Schreibens ist untrennbar verknüpft mit der Geschichte der Schrift
Das Wort „deutsch“ erscheint zum ersten Mal in einem Dokument aus dem Jahre 786 in der mittellateinischen Form theodiscus. In einer Kirchenversammlung seien die Beschlüsse „tam latine quam theodisce“ verlesen worden, also „sowohl lateinisch als auch in der Volkssprache“. Die althochdeutsche Form des Worts ist erst deutlich später belegt: In der Abschrift eines antiken Sprachlehrbuches in lateinischer Sprache, vermutlich im zweiten Viertel des 9. Jahrhunderts angefertigt, fand sich der Eintrag eines Mönches, der offenbar das lateinische Wort galeola (Geschirr in Helmform) nicht verstanden hatte. Er muss sich bei einem Mitbruder nach der Bedeutung dieses Wortes erkundigt und die deutsche Bedeutung hinzugefügt haben. Für seine Notiz verwendete er die althochdeutsche Frühform „diutisce gellit“ („auf Deutsch ‚Schale‘“)
Das Wort Kunstwerk (von althochdeutsch werc, verwandt mit altgriechisch Ϝέργον /u̯érgon/ „Werk, Arbeit“, siehe dessen Etymologie) bezeichnet allgemein das Erzeugnis künstlerischen Schaffens. Umgangssprachlich äußert sich in diesem Ausdruck häufig Bewunderung für die meisterhafte, einzigartige oder ästhetisch gelungene Ausführung. Der umgangssprachliche Gebrauch von „Kunstwerk“ bezeichnet als „schön“ empfundene Eindrücke aus nahezu allen Bereichen. In der Unterscheidung von Kunstwerk und Nicht-Kunstwerk drückt sich dabei der Kunstbegriff aus
Obwohl ein Bildhauer ursprünglich ein Handwerker ist, der seine Skulpturen aus dem Stein herausschlägt, wird der Begriff Bildhauerkunst heute als Oberbegriff für alle körperhaft gestalteten, visuell wahrnehmbaren Kunstwerke verwendet. Mit derselben Bedeutung werden auch die Gattungsbegriffe Skulptur und Plastik verwendet. Die Grundbedeutung von Skulptur und Plastik ist jedoch ein einzelnes Bildwerk.[1][2